November 2025

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Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, 
geht auf wie eine Blume und welkt, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht.

Hiob 14,1+2

Die Zeit des Menschen ist voller Unruhe und sehr kurz, sie vergeht wie eine Blume oder ein Schatten. Schon die beiläufig klingende Wendung, der Mensch sei vom Weibe geboren, will seine Schwäche kennzeichnen. Dem Menschen ist überdies ein zu kurzes Leben beschieden, und dieses ist noch von Unruhe gekennzeichnet. Ein Leben solcher Art ist das gerade Gegenteil von dem Lebensideal des Menschen, wonach einer erst dann in den Tod zu gehen braucht, wenn er «alt und lebenssatt» geworden ist. Die Aussage hier erweckt den Eindruck, als werde ein derartiges gütiges Geschick überhaupt niemandem zuteil. Umso mehr ist es unsere Aufgabe oder Pflicht, die uns zur Verfügung stehende Zeit sinnvoll/-erfüllt zu nützen.

Gerade indem wir unsere Zeit genießen, indem wir die Liebe Gottes annehmen und weitergeben und uns von Gott beschenken lassen, wird diese Zeit auf Erden eine erfüllte Zeit.

Auch wenn wir nicht davor gefeit sind, dass sich Zweifel, Unruhe und Angst in unserem Leben immer wieder einnisten, so haben wir doch Gottes Wort, das uns Hoffnung gibt und uns klarsehen lässt.

Gerade in der Zeit, in der weniger Licht scheint, die Tage immer wieder trüb erscheinen, kann uns Gottes Wort das nötige Licht und auch die innere Wärme bringen.

In diesem Sinne
Euer
Wd (Wolfdieter Protzer)