Die Kinderbibelwoche (KiBiWo) 2019 war wieder eine tolle und von vielen Kindern besuchte Veranstaltung während der Herbstferien. Nachfolgend dazu ein Interview des Kirchbote-Teams mit Anke Löbel-Märsch.

Was war das diesjährige Motto, worum ging es bei der KiBiWo?

In der KiBiWo 2019 war das Motto „Verrückte Abenteuer mit Paulus“. Es wurden einige wichtigen Stationen aus dem Leben von Paulus wiedergegeben und erlebt, z.B. wie Saulus bekehrt und zu Paulus wurde, wie Silas und Paulus ins Gefängnis mussten und aus diesem von Gott befreit wurden, oder wie Paulus auf dem Weg nach Rom auf einem Schiff in Lebensgefahr geriet.

Wie ist so ein Tag in der KibiWo aufgebaut, wie läuft dieser ab?

Während es für die Teilnehmer um 14:00 Uhr in der Kirche startete, waren die Mitarbeiter bereits um 13:00 Uhr da, um die letzten Vorbereitungen für den Tag zu erledigen.
Mit fetzigen Liedern und einem Theaterstück zum jeweiligen Tagesthema wurden die ersten 45 Minuten gemeinsam in der Kirche begonnen (im „Plenum“).
Anschließend wurden die Kinder in Gruppen (Klassen 1 bis 5) aufgeteilt und besprachen das erlebte Theaterstück in sogenannten „Vertiefungsgruppen“.

Nach einer kurzen „Snackpause“, während derer sich die Kinder über die, von den Eltern mitgebrachten kulinarischen Köstlichkeiten, hermachen durften, ging es weiter mit den Bastelarbeiten. Es gab wieder mehrere Bastelangebote, dazu zählten Bilderrahmen bzw. Tontöpfe mit Mosaiksteinen gestalten, einen Brustpanzer und Sandalen herstellen, ein Mini-Katapult oder ein Geduld-Holz-Spiel („Jakobsleiter“) basteln.

Zum Abschluss war der Treffpunkt wieder in der Kirche. Nach einer kurzen Moderation und dem Singen von Liedern wurde der Tag beendet und die Kinder von ihren Eltern abgeholt.
Die ersten beiden Tage folgten dem gleichen Ablauf, am dritten Tag startete nach dem Plenum das Dorfspiel. Alle Gruppen mussten dabei an verschiedenen Stationen, verteilt im ganzen Ort, Aufgaben erledigen. Der gemeinsame Abschluss fand dann wieder in der Kirche statt.
Der vierte und letzte Tag der KiBiWo begann mit dem Festgottesdienst, zu dem nicht nur die Kinder, sondern auch deren Familienangehörige, Freunde und alle Gemeindemitglieder eingeladen waren.
Dort wurde der letzte Teil der Paulus-Geschichte gespielt. Danach wurde mit einem gemeinsamen „Festessen“ im Gemeindehaus, zu dem alle Anwesenden eingeladen waren, die KiBiWo beendet.

Was waren für Dich die schönsten Momente der KiBiWo?

Es ist sehr schwierig, aus den vielen tollen Erlebnissen etwas herauszugreifen. Für mich zählte dieses Jahr auf jeden Fall das Theaterspiel mit den Laienschauspielern zu einem Highlight. Die Szenen wurden sehr lebendig und überzeugend gespielt, die Kulisse war fantastisch, und man fühlte sich in die damalige Zeit mit Paulus versetzt. Des Weiteren waren die vielen jungen Mitarbeiter, die sich aktiv miteinbrachten, ein weiteres Highlight. Während viele im letzten Jahr noch selbst KiBiWo-Teilnehmer gewesen waren, schlüpften sie in diesem Jahr in die Rolle eines jungen Mitarbeiters und unterstützen beim Theater, in den Kleingruppen, beim Basteln oder beim Dorfspiel –einfach überall wo Mitarbeiter gebraucht werden.

Was ist Euer Antrieb nun schon im 8. Jahr die KiBiWo zu veranstalten?

Seit 2012 bringt die KiBiWo in Nufringen so viele Kinder während der Herbstferien zusammen, es wird gemeinsam gesungen, gelacht, gebastelt, gespielt und Gott gelobt – ohne die KiBiWo würde etwas Wichtiges im Nufringer Gemeindeleben fehlen.
Und die regelmäßig hohen Teilnehmerzahlen (zwischen 70-80 Teilnehmer) sind für uns immer wieder aufs Neue eine Bestätigung, dass sich die zeitintensive Vorbereitung auf jeden Fall lohnt.

Was hat den Kindern am meisten gefallen?

Einem Teil der Kinder haben besonders die Lieder gefallen, die während des Plenums und zum Abschluss in der Kirche gesungen wurden. Dort konnten sie ausgelassen mit – singen und die vorgeführten Bewegungen mitmachen.
Auch das Theater hat die Kinder in den Bann gezogen. Sie waren selten so fasziniert und zugleich ruhig während der Theaterszenen wie in diesem Jahr.
Ebenso ist die Zeit zwischen den Aktionen, welche die Kinder mit den Mitarbeitern zum Toben und ausgelassenen Spielen verbringen, wieder sehr wichtig gewesen.

Gibt es schon Überlegungen für eine KiBiWo 2020?

In den nächsten Wochen wollen wir uns im diesjährigen Kernteam (Marion Ulmer, Heidi Binder, Martin Faiß und Anke Löbel-Märsch) treffen, und die vergangene KiBiWo noch einmal Revue passieren lassen und besprechen was gut lief, was schwierig war und was geändert werden sollte?
Ein neues Thema haben wir uns noch nicht überlegt. Aber mit der Gewissheit, dass sich so viele Mitarbeiter auch weiterhin bei der KiBiWo engagieren wollen, um von Jesu Leben und Wirken zu erzählen, sind wir zuversichtlich, dass es auch in 2020 wieder eine KiBiWo in Nufringen geben kann.